IT-Haftpflicht

Warum benötigen Sie eine IT-Haftpflichtversicherung?

IT-Freiberufler:innen und IT-Dienstleister:innen tragen ein hohes Risiko, wenn sie Rahmen- und Projektverträge (Werkverträge oder Dienstverträge) mit Auftraggebenden direkt oder über Projektvermittler schließen. Oft werden dem IT-Experten oder der IT-Expertin dabei umfangreiche vertragliche Pflichten wie z.B. Fristen, Vertraulichkeit und Datenschutz auferlegt.

Daraus ergeben sich zahlreiche Schadenersatzrisiken, für die freiberufliche und selbständige IT-Experten und IT-Expertinnen meist unbegrenzt mit ihrem Privatvermögen haften. Einige davon verlassen sich darauf, das Risiko über AGB, einen Dienstvertrag oder in anderer Weise ausgeschlossen zu haben. Ein gefährlicher Trugschluss, wie die folgenden Beispiele zeigen:

1. Bieten AGB ausreichenden Schutz für IT-Experten und IT-Expertinnen?

Nein. Die Praxis zeigt, dass Haftungsausschlüsse oder Haftungsbegrenzungen in den Geschäftsbedingungen oftmals einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten. Experten schätzen, dass bis zu 70 % der verwendeten AGB zumindest in Teilen unwirksam sind. Zudem schützen AGB im Schadenfall nicht vor Streitfällen und langwierigen Auseinandersetzungen mit dem:der Auftraggeber:in.

2. Schützt die Vermeidung von Werkverträgen IT-Experten unt IT-Expertinnen?

Nein. Entgegen der weit verbreiteten Meinung hat Kundschaft oder der:die Auftraggeber:in auch bei Tätigkeiten auf Basis eines Dienstvertrages Anspruch auf Schadenersatz. Das gilt z.B. für einen Programmierfehler, Beratungsfehler, für eine Urheberrechtsverletzung oder einen Virenschaden.

3. Schützt die GmbH oder Limited IT-Experten und IT-Expertinnen?

Nein. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung schützt zwar den/die Gesellschafter vor dem Durchgriff der Gläubiger auf das Privatvermögen. Die Geschäftsführer:innen der GmbH selbst (bei vielen IT-Firmen ein und dieselbe Person) haftet/haften jedoch in vielen Fällen mit seinem/ihrem Privatvermögen – zum Beispiel bei Rechtsverletzungen und Verletzung der umfangreichen Sorgfaltspflichten im Innen- sowie im Außenverhältnis. Ähnliches gilt für den Director der Limited.

4. Schützt eine herkömmliche Betriebshaftpflicht IT-Experten und IT-Expertinnen?

Nein. Eine herkömmliche Betriebshaftpflicht ist nicht zeitgemäß und versichert die spezifischen Anforderungen von Freiberuflichen und Unternehmen in der IT-Branche völlig unzureichend. Reine Vermögensschäden (z. B. Wiederherstellung von Daten aufgrund eines Softwarefehlers, Programmierfehler, Urheberrechtsverletzungen, Leistungsverzögerungen, Umsatz und Gewinnausfälle bei Kundschaft durch eine Betriebsunterbrechung) sind ohne spezielle Leistungserweiterungen nicht versichert.

Zeitgemäße Absicherung durch IT-Haftpflichtversicherung

Die IT-Haftpflichtversicherung schützt Sie vor diesen Schadenersatzansprüchen und trägt zudem die außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten für eventuell damit verbundene Auseinandersetzungen. Dabei spielt es – anders als in den typischen AGB-Regelungen – für den IT-Haftpflichtversicherer keine Rolle, ob Sie den Fehler leicht oder grob fahrlässig verursacht haben.

In anderen, typisch freiberuflichen Berufsgruppen wie z.B. Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen, Anwälte oder Architekten hat der Gesetzgeber auf die vielfältigen Haftungsrisiken reagiert und schreibt für die Berufszulassung zwingend eine spezifische Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung vor.

 

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